Der Chinesische Mondkalender stellt die längste chronologische Dokumentation der Geschichte dar. Er geht vom Jahr 2637 aus, in dem der Kaiser Huang den ersten Zyklus des Tierkreises eingeführt hat.

Er ist ein astronomischer Lunisolarkalender, das heißt ein Kalender, der sowohl mit dem Sonnenzyklus (Jahr), als auch mit dem Mondzyklus (Monat) korrespondiert und nicht durch arithmetische Regeln, sondern durch astronomische Ereignisse definiert wird. Er wird heute in China zur Berechnung von Festen benutzt, allerdings verwenden sowohl die Volksrepublik China als auch Taiwan offiziell den gregorianischen Kalender.

Im Chinesischen heißt der traditionelle Kalender Bauernkalender (nóngli) der ebenfalls verwendete gregorianische Kalender heißt westlicher Kalender.

Ein Jahr im Chinesischen Kalender besteht in der Regel aus 12 Monaten, die von 1 bis 12 durchgehend numeriert werden, wobei jeder Monat mit dem Neumond beginnt und 29 oder 30 Tage zählt. Um die Differenz zum Tropischen Jahr auszugleichen, wird nach einem relativ komplizierten Verfahren etwa alle 3 Jahre ein Schaltmonat eingefügt, der dieselbe Nummer wie der Vormonat trägt. Somit dauert ein gewöhnliches Jahr 353 bis 355 Tage, ein Schaltjahr 383 bis 385 Tage.

Der Jahresbeginn liegt zwischen Wintersonnenwende und Frühlingstagundnachtgleiche im Zeitraum vom 21. Januar bis zum 21. Februar (gilt für 1645-2644). Außerdem gibt es für die Landwirtschaft die rein solaren 24 Stationen des Jahres und zur Zeiteinteilung den 60er-Zyklus der Jahre, Monate und Tage.

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© Martina De Bressing ~ 2000 - 2005