Griechenland  Weihnachten in Griechenland

 Agios Nikolaos Platz

Am 24. Dezember beginnt mit dem Singen der Kalanda die zwölf Tage lange Weihnachtszeit (das Dodekaimero), die am 6. Januar endet. Schon im Morgengrauen an Heiligabend ziehen Kinder von Haus zu Haus und singen in Begleitung von Triangeln die Kalanda: Lieder, die die Geburt Christi ankündigen und Segenswünsche für die Hausbewohner beinhalten. Die Kinder werden heute dafür entweder mit etwas Süßem oder Geld - was ihnen bedeutend lieber ist - belohnt. Ursprünglich nutzte man das Kalandasingen als Anlass für Wohltätigkeit und Bescherung der Armen.

Am Abend des 24. Dezember wird das Weihnachtsfeuer, das die ganzen zwölf Tage brennt, entfacht. Es soll die Kalikantzeri - verfressene Kobolde, die in der Weihnachtszeit von den Düften der Festtagsvorbereitungen unter der Erde hervorgelockt und dann ihr Unwesen treiben - fernhalten.

Der 25. Dezember wird als Familienfest begangen. Alle Familienmitglieder aus Nah und Fern treffen sich im Elternhaus am Festtagstisch zu der auch in Griechenland zur Tradition gewordenen Weihnachtspute. Geschenke gibt es an Heiligabend aber keine.

Auch am 31. Dezember, dem letzten Tag des Jahres, wird man von Kindern mit Kalanda geweckt. So verabschieden sie das alte Jahr und kündigen das neue Jahr an. Selbstverständlich bleibt auch diesmal die Belohnung nicht aus.

Wieder versammelt sich die Familie im Elternhaus und es wird gegessen, getrunken und gescherzt. Glücksspiele erleben an diesem Abend einen Höhepunkt: Denn es wird um Geld gespielt, wenn gleich meist nur symbolische Beträge gesetzt werden. Denn wer an diesem Abend beim Kartenspiel gewinnt, darf auf ein besonders vom Glück gesegnetes Jahr hoffen. Um Mitternacht werden die Geschenke vom Agio Vassili unter den Weihnachtsbaum, auf den Gabentisch bzw. vor das Bett der Kinder gelegt. Natürlich darf nach Mitternacht die traditionelle Vassilopita nicht fehlen. Der Legende nach hat der Heilige Vassilios den tyrannischen Herrscher von Caesarea dazu gebracht, alle den Bewohnern abgenommenen Wertsachen zurückzugeben. Da es inzwischen jedoch unmöglich war, die rechtmäßigen Besitzer ausfindig zu machen, wurden die Wertsachen in Brot eingebacken und an die Bevölkerung verteilt. In Erinnerung daran verteilt man zum Jahreswechsel, bzw. am 1. Januar, die Vassilopita an Familienmitglieder. Der Überlieferung nach kann derjenige, der die Münze in seinem Stück Kuchen findet, das ganze Jahr hindurch mit besonders viel Glück rechnen.

Mit der Theophaneia am 6. Januar endet die Weihnachtszeit in Griechenland. An diesem Tag wird - in Gedenken an die Taufe Jesus - das Wasser gesegnet. Im Zuge dieser Feier wirft der Priester ein Kreuz in die Fluten des Meeres. Mutige Schwimmer tauchen nach dem Kreuz und bringen es unter dem Jubel der Anwesenden wieder an die Oberfläche.

Eine kleine griechische Weihnachtsgeschichte:

Kalikantzari

Die "Kalikantzari" sind eine Art kleine böse Kobolde die das ganze Jahr an einem Baum der die Welt hält, sägen um die Welt zum Fall zu bringen, denn sie können die Menschen nicht leiden. Kurz vor Weihnachten sind sie fast fertig, da werden Sie von den Feierlichkeiten angelockt und kommen neugierig an die Oberfläche um zu sehen was denn los ist.
Das die Menschen fröhlich sind stört die "Kalikanzari" so sehr das sie mit vielen kleinen Streichen versuchen diese Freude zu trüben. Sie löschen das Feuer im Backofen, verstecken Gewürze, klauen Süßigkeiten usw.

Diese Streiche beschäftigen sie mehrere Tage bis nach Weihnachten.
Nach der Wasserweihe (Fóta), wenn alle Feierlichkeiten vorüber sind und die Menschen wieder dem Alltag nachgehen, kehren sie wieder zurück zum Baum der Welt um ihr Werk zu beenden.

In der Zeit aber sind die Wunden des Baumes durch die kleinen Sägen wieder verheilt, so das die kleinen "Kalikantzari" wieder von vorne anfangen müssen. Das passiert ihnen jedes Jahr wieder und wird solange weitergehen, solange die Menschen Weihnachten feiern.

Zum heutigen Rezept bitte auf die Flagge klicken Kulinarisches in Griechenland


 

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