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Weihnachten
in Polen
Paulinerkloster
in Czestochowa
( deutsch
Tschenstochau)
Warten
auf den ersten
Stern und
warum die
Tiere sprechen
lernten
Tradition
wird in Polen
groß
geschrieben:
Daher finden
sich in der
polnischen
Weihnachtstradition
seit Jahrhunderten
gepflegte
Bräuche,
die dieser
Zeit einen
besonderen
Zauber verleihen.
Einige Wochen
vor Heiligabend
ist in Polen
aber noch
wenig von
der Weinachtzeit
zu spüren.
Anstatt von
selbstgebackenen
Plätzchen,
Adventskränzen
oder Glühwein
wird die Adventszeit
eher von obligatorischen
Kirchgängen
und Fasten
in der Erwartung
auf die Geburt
Christi begleitet.
Erst einige
Tage, bzw.
Stunden vor
dem Abend
der Abende
laufen die
Vorbereitungen
an: Es wird
gekocht und
gebacken,
um möglichst
viel im Vorfeld
des Weihnachtsfestes
vorzubereiten,
und um sich
dann der Familie
in Ruhe widmen
zu können.
Wigilia
Der
Heiligabend
ist der wichtigste,
fast märchenhafte,
und am meisten
zelebrierte
Abend des
Jahres. Kaum
ein anderes
europäisches
Weihnachtsfest
ist so voller
Symbolik,
die an die
weihnachtliche
Geschichte
erinnert.
Das Wort Wigilia
stammt aus
dem lateinischen
und bedeutet
"wachen".
Ganz im Sinne
der alten
kirchlichen
Tradition,
als die Gläubigen
vor jedem
bedeutendem
Fest in der
Erwartung
auf das eigentliche
Zelebrieren
zusammen gefastet
und gebetet
hatten.
Heute
ist der Heiligabend
der eigentliche
Höhepunkt
der polnischen
Weinachtzeit,
dessen wichtigsten
Teil ein festliches
Mal darstellt.
Auch wenn
das üppig
gestaltete
Menü
wenig mit
dem eigentlichen
Fasten zu
tun hat, sind
am 24.
Dezember
Speisen, die
Fleisch enthalten,
ein absolutes
Tabu. Der
Anblick und
die Gerüche
der für
die nächsten
Festtage
gebratenen
Wildpasteten
und Kräuterbraten
stellen somit
manchen Fleischliebhaber
auf eine besonders
harte Geduldsprobe.
Das
Menü
am Heiligabend
soll im Sinne
der altpolnischen
Tradition
eine ungerade
Anzahl an
Speisen enthalten.
Die Erklärungen
hierfür
sind verschieden
(sieben -
für die
Anzahl der
Wochentage,
neun - für
die Zahl der
Engels-Chöre).
Heutzutage
ist jedoch
auch die Zahl
zwölf
sehr verbreitet
- als Symbol
für die
zwölf
Apostel. In
Erinnerung
an die Krippe
wird unter
der weihnachtlichen
Tischdecke
Stroh versteckt.
Das
festliche
Menü,
obwohl in
der Fastentradition
verankert,
stellt eine
wahre Gaumenfreude
dar. Als traditionelle
Vorspeise
wird eine
Steinpilzsuppe
oder der polnische
Barszcz mit
einer Art
von polnischen,
mit Steinpilzen
gefüllten,
Ravioli serviert.
Es folgt ein
gebratener
Karpfen und
anderen Fischvariationen.
Nicht fehlen
dürfen
selbst gemachte
Pierogi, süße
Klößchen
mit Nüssen,
Mandeln, Mohn
und Rosinen,
sowie der
Mohnzopf.
Alle Speisen
werden nach
der altpolnischen
Tradition
vorbereitet.
Warten
auf den ersten
Stern
Mancher
könnte
sich wundern,
warum beim
Einbruch der
Dunkelheit
aus vielen
Fenstern erwartungsvoll
in den Himmel
gestarrt wird.
In Erinnerung
an den Bethlehem
Stern darf
mit dem eigentlichen
Fest erst
angefangen
werden, nachdem
der erste
Stern am Himmel
erschienen
ist. Am Anfang
des festlichen
Males teilen
sich die Familienmitglieder
eine Oblate.
Ganz im Sinne
des Festes
der Liebe
und Besonnenheit
tauscht man
dabei gegenseitige
Glückwünsche
aus.
Für
alle, die
sich in dieser
Nacht in ein
fremdes Haus
verirren sollten,
wird am weihnachtlichen
Tisch stets
ein zusätzliches
Gedeck bereitgestellt.
Man will schließlich
nicht den
Fehler jener
Nacht wiederholen,
als die heilige
Familie vergeblich
nach einem
Unterschlupf
gesucht hatte.
Nach
dem festlichen
Essen darf
man die Geschenke
auspacken,
die der Nikolaus
meistens unter
dem Weihnachtsbaum
versteckt
hat. Aber
Vorsicht:
In manchen
Häusern
wird gemunkelt,
die Geschenke
könnten
wieder verschwinden,
wenn man nicht
von jeder
Speise des
festlichen
Menüs
mindestens
ein Stückchen
probiert hat.
Um
Mitternacht
geht es weiter
Während
der Heiligabend
im Familienkreis
mit gemeinsamem
Singen der
"Koledy"
(Weihnachtslieder)
abklingt,
darf eine
festliche
Messe im katholischen
Polen nicht
fehlen. Die
traditionellen
Pasterkas
("Hirtenmesse")
werden in
den Kirchen
um Mitternacht
abgehalten.
Um diese Zeit
kann man auch
Zeuge eines
anderen Wunders
werden: Der
Legende nach
wurden die
Tiere mit
der Gabe des
Sprechens
bedacht, weil
sie bei der
Geburt Christi
dabei waren.
So sollen
diese noch
heute um Mittenacht
das Wort ergreifen
können.
Besonders
Kinder versuchen
deswegen lange
wach zu bleiben,
um ein freundliches
Wort an die
Haustiere
zu richten.
Und wer weiß,
wie viele
tierische
Geschichten
in dieser
Nacht schon
erzählt
wurden.
Mit freundlicher
Erlaubnis
von Frau Monika
Botz
Zum
heutigen Rezept
bitte auf
die Flagge
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