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Weihnachten
zählt
zu den wichtigsten
Festen im
abendländischen
Europa und
Amerika und
wird heute
als winterliches
Fest der Familie
gefeiert.
Geprägt
wurde das
Fest insbesondere
durch das
Christentum,
wo es neben
Ostern als
bedeutendstes
Fest gilt.
Jedoch spielen
auch vorchristliche
Bräuche
im Weihnachtsfest
eine Rolle.
Heute ist
es stark von
modernen Traditionen
wie dem Weihnachtsmann
geprägt.
Das
Wort Weihnachten
leitet sich
ab von der
mittelhochdeutschen
Wendung (ze
den) wîhen
nahten ("(in
den) heiligen
Nächten"),
also von einem
Dativ Plural,
und ist erstmals
aus den Jahren
um 1170 literarisch
belegt. Der
Spruchdichter
Spervogel
sagte, dass
Christus
ze wihen naht
geborn wart.
Geschichte
In
Anlehnung
an die Feier
des spätrömischen
Sol Invictus
bzw. Mithras
am 25. Dezember
hat die Kirche
(zunächst
in Rom) eine
Ersetzung
des römischen
Sonnengottes
durch Christus
als dem "Licht
der Welt"
vollzogen.
Zum
Sonnwendfest
der Römer
wurden Feuer
angezündet
und zur Freude
auch Andersgläubige,
wozu damals
auch die Christen
zählten,
eingeladen.
Das Fest soll
sich so auf
das Christentum
übertragen
haben. Man
legte den
Termin der
Geburt des
Sinnstifters
Christus auf
dieses Fest.
Das Sonnenfest
erhielt nun
also die Bedeutung
als Fest der
neuen Sonne,
Jesu Christi.
Die Integration
der christlichen
Theologie
der Geburt
Christi
in den Sonnenkult
fand unter
Kaiser Konstantin
I. (285337)
statt. Konstantin
war insbesondere
aus politischen
Gesichtspunkten
an dieser
Integration
interessiert.
Unter Konstantin
erhielt übrigens
auch der Sonntag
die Bedeutung
als Tag des
Herrn. Das
Weihnachtsfest
als christliches
Fest wurde
erst ab dem
4. Jahrhundert
gefeiert,
nachdem das
Christentum
im Römischen
Reich schließlich
zur alleinigen
Staatsreligion
erhoben worden
war.
Diese
Entwicklung
erfolgte allerdings
nicht widerspruchsfrei.
Leo der Große
zeigte sich
in seiner
siebten Predigt
(In nativitate)
sogar besorgt
darüber,
dass Christen
sich für
"heidnische"
Bräuche
interessierten.
Auch gab es
Distanzierungsversuche,
die das Datum
besser von
seiner nichtchristlichen
Vergangenheit
loslösen
sollten. Insbesondere
Augustinus
erklärte,
dass Jesus
nicht mit
der Sonne
gleichzusetzen
sei, wenngleich
er sie geschaffen
hätte.
Gleichzeitig
bekämpfte
er in der
190. Predigt
jene, die
Weihnachten
nicht feierten.
Im
Germanien
wurde das
Julfest gleichfalls
Mitte Dezember
gefeiert,
so dass es
verschiedentlich
Versuche von
nichtchristlicher
Seite gab,
das christliche
Weihnachtsfest
durch das
Julfest zu
ersetzen.
Historisch
und nicht
aus kirchenhistorischer
Sicht betrachtet,
sind die Weihnächte
oder auch
Rauhnächte
ein uraltes
heidnisches
Ritual. Dieses
Ritual dürfte
mindestens
so alt wie
Stonehenge
sein, also
über
5000 Jahre.
Erst Karl
der Große
machte in
Mitteleuropa
um 800 das
Weihnachtsfest
zum Kirchenfest,
wer demnach
die alten
Riten feierte,
wurde mit
dem Tod bestraft.
Seinen Ursprung
hat dieses
Fest in der
germanischen
Zeitberechnung.
Die Germanen
kannten das
Mond- und
das Sonnenjahr,
wobei sie
in Mondzyklen
(ca. 29,5
Tage) rechneten.
Da das Sonnenjahr
aber 365 Tage
hat, besteht
eine Differenz
von 11 Tagen
und 12 Nächten.
Die 12 Nächte
sind die 12
Weihnächte
oder auch
12 Rauhnächte.
Eine jede
steht für
einen Mondzyklus.
Zur Mitte
der Weihnächte,
nämlich
zu Silvester,
sollte Wotan
mit den Toten
zur wilden
Jagd aufbrechen.
Daher auch
der Brauch,
zu Silvester
Lärm
zu erzeugen.
Die indogermanischen
Kelten feierten
diesen Brauch
zu Samhain,
was in der
Neuzeit zum
verkitschten
Halloween
avancierte.
Wotan war
nicht nur
oberste Gottheit
der Germanen,
sondern auch
der Weltenwanderer,
der es verstand,
sich zu verwandeln.
In der Mythologie
verwandelte
er sich u.a.
in eine Fichte,
daher ist
die Fichte
der Weihnachtsbaum
eine
Pflanze, die
in Palästina
nicht existiert.
Die
Kirche feierte
die Geburt
Jesus
nicht immer
zu Weihnachten.
Es gab im
Verlauf der
Kirchengeschichte
verschiedene
Doktrinen,
eine davon
hielt an der
Geburt Jesu
im März
fest.
Problematik
der Datierung
der Geburt
Jesu Christi
Die Geburt
Christi gilt
als Beginn
der abendländischen
Zeitrechnung.
Allerdings
liegt das
tatsächliche
Datum der
Geburt Jesu
wahrscheinlich
früher,
und zwar zwischen
7 v. Chr.
und 2 v. Chr..
Da der Stern
von Betlehem
von einigen
Wissenschaftlern
mit einer
speziellen
Konstellation
aus Saturn
und Jupiter
im Sternzeichen
der Fische
gleichgesetzt
wird, die
nur alle 805
Jahre zu sehen
ist, wie auch
Johannes Kepler
festgestellt
hatte, mutmaßen
manche, dass
Jesus im Jahr
7 v. Chr.
geboren wurde,
als diese
Planetenkonstellation
wieder einmal
aufgetreten
war .
Wie
das Jahr der
Geburt Christi
lässt
sich auch
der Tag seiner
Geburt nicht
genau feststellen.
Es handelt
sich somit
für Christen
bei Weihnachten
vielmehr um
eine symbolische
Feier als
Ausdruck der
Freude über
dessen Geburt.
Im Kirchenkalender
gut gelegen
im dunklen
Dezember (am
Ende des gregorianischen
Kalenderjahres)
und ein paar
Monate vor
Ostern, der
Feier der
Auferstehung
Christi. Eine
historisch
sichere Datierung
des Geburtstages
Christi ist
mit dem Weihnachtstermin
nicht beabsichtigt.
Nach
einigen Hinweisen
des Lukasevangeliums
lässt
sich sogar,
ausgehend
vom Tempeldienst
des Zacharias,
des Vaters
von Johannes
dem Täufer,
berechnen,
dass die Geburt
Jesu nicht
im Dezember,
sondern etwa
zur Zeit des
jüdischen
Laubhüttenfests
stattgefunden
haben muss:
Zacharias
hatte Priesterdienst
im Tempel
zu Jerusalem,
als ihm die
Geburt seines
Sohnes Johannes
angesagt wird;
seine Frau
Elisabeth
wird darauf
schwanger.
Maria, die
Mutter Jesu,
erfährt,
nachdem Elisabeth
bereits seit
fünf
Monaten schwanger
ist (Tempeldienst
+ 150 Tage),
dass sie,
obwohl Jungfrau,
mit einem
Sohn, den
sie Jesus
nennen soll,
schwanger
werden soll.
Jesus kam
9 Monate später
auf die Welt
(Tempeldienst
+ 150 Tage
+ 270 Tage).
Lukas erwähnt,
dass Zacharias
zur Familie
der Abija
gehörte,
und in 1.
Chronik 24,10
wird angegeben,
dass die Familie
Abija in der
Amtsordnung
das achte
Los hatte,
das heißt
also, dass
Zacharias
8 Wochen nach
dem Passah-Fest
Tempeldienst
hatte, etwa
Mitte Juni.
Das bringt
die Empfängnis
von Jesus
(+ 150 Tage)
in den Dezember
und seine
Geburt gut
9 Monate später
in die Zeit
des Laubhüttenfests.
Eine solche
Rechnung setzt
jedoch eine
genaue Kenntnis
des Alten
Testaments
der Bibel
und der jüdischen
priesterlichen
Tempelordnung
voraus.
Hinzu
kommt, dass
nach Lukas
2,8 zur Zeit
der Geburt
Jesu "Hirten
auf dem freien
Feld [lagerten]
und Nachtwache
bei ihrer
Herde [hielten]",
was eine Geburt
im Dezember
ebenfalls
unwahrscheinlich
erscheinen
lässt.
Der
Weihnachtstermin
in den ersten
Jahrhunderten
Zunächst
galt der 6.
Januar, Epiphanias,
als der Weihnachtstermin.
Auch hat man
in den Anfängen
des Christentums
verschiedene
andere Tage
wie den 20.
April, den
20. Mai oder
den 18. November
als den Tag
der Geburt
des Herrn
gefeiert.
In
Anlehnung
an die Feier
des spätrömischen
Sol Invictus
bzw. Mithras
am 25. Dezember
hat die Kirche
(zunächst
in Rom) eine
Ersetzung
des römischen
Sonnengottes
durch Christus
als dem "Licht
der Welt"
vollzogen.
Die erste
Kalendernotiz,
die die
Geburt Jesu
auf den 25.
Dezember festlegt,
findet sich
beim Kopisten
Furius Dionysius
Filocalus
aus dem Jahre
354. Demnach
hat man das
erste Weihnachtsfest
im Jahr 336
in Rom gefeiert.
Die Christen
waren davon
überzeugt,
dass Jesus
Christus die
wahre Sonne
ist; deshalb
haben sie
wohl das Fest
des Sol Invictus
vom 25. Dezember
schließlich
für sich
beansprucht.
Mit
einer Weihnachtspredigt
des Johannes
Chrysostomos
am 25. Dezember
386 beginnt
dann die schriftliche
Überlieferung
des Datums
als christliches
Weihnachtsfest.
Die etwas
obskure offizielle
Begründung
für das
Datum war,
dass die Empfängnis
exakt am Jahresanfang
stattgefunden
haben soll,
damals also
am 25. März.
Addiert man
9 Monate,
ergibt sich
der 25. Dezember.
Die
Festlegung
auf den Heiligabend
geschah erst,
seit unter
Bonifatius
das heidnische
Germanien
missioniert
wurde. Weil
der 24.
Dezember
der erste
Tag ist, der
wieder länger
wird, feierten
die Germanen
das Fest der
Sonnenwende
(Solstitium).
Bonifatius
wollte diesen
Umstand nutzen
und genau
an diesem
Termin die
Geburt Jesu
feiern.
Weihnachten
in den Westkirchen
Heute wird in
fast allen westlichen
Staaten, also
in der EU und
in USA, am 25.
Dezember
der Geburtstag
von Jesus
Christus
gefeiert.
In
einigen Ländern
(so auch in
den deutschsprachigen)
feiert man
das Fest bereits
am 24. Dezember
als Heiliger
Abend,
obwohl meist
der offizielle
Feiertag am
25. Dezember
gesetzlich
festgelegt
ist. Der Grund
hierfür
liegt in der
Begehung der
Vigilien,
die stets
am Abend vor
dem eigentlichen
Fest beginnen
(so z.B. auch
an Ostern
(Osternacht).
Weihnachten
in den Ostkirchen
Diejenigen
orthodoxen
Kirchen, die
liturgisch
am julianischen
Kalender festhalten
(Altkalendarier),
feiern Weihnachten
derzeit an
unserem 7.
Januar (dem
25. Dezember
des julianischen
Kalenders)
und Epiphanias
an unserem
19. Januar
(dem julianischen
6. Januar).
Die armenisch-orthodoxe
Kirche feiert
Epiphanias
am 18. Januar.
Die
übrigen
orthodoxen
Kirchen, die
Neukalendarier,
die sich liturgisch
am gregorianischen
bzw. weltlichen
Kalender orientieren,
feiern Weihnachten
auch an unserem
25. Dezember.
Das
Weihnachtsfest
Die Weihnachtsfeiertage
gelten in den
meisten abendländisch
geprägten
Ländern
als das wichtigste
Fest im Jahr.
Zu dem hat es
sich seit dem
18. Jahrhundert
entwickelt.
Die Weihnachtsfeiertage
sind eine Zeit,
in der traditionell
die Mitglieder
der Familie
zusammenkommen.
Verwandten und
Freunden macht
man Geschenke.
Dabei
fällt
das Weihnachtsfest
gelegentlich
auch mit dem
Neujahrsfest
zusammen,
wie das russische
Jiolka-Feste.
In
der Werbesprache
wird seit
einigen Jahren
der Begriff
Weihnachten
manchmal durch
den Anglizismus
"Xmas",
einer Verkürzung
von "Christmas",
ersetzt.
Weihnachtsmann
und Christkind
Während
vor allem
in mehrheitlich
katholischen
Regionen (z.B.
in Süddeutschland)
das Christkind
den "artigen
Kindern"
die Geschenke
bringt, geht
der heutige
Weihnachtsmann
vor allem
auf die europäischen
Volkslegenden
um den Heiligen
Nikolaus
zurück.
Nikolaus
von Myra war
ein Bischof
im 4. Jahrhundert,
der Kern zahlreicher
Legendenbildungen
war. Unter
anderem wird
er als Schutzpatron
der Kinder
verehrt. In
den 1920ern
setzte sich
mehr und mehr
die rot-weiße
Robe des Weihnachtsmanns
durch. Dieses
Bild wurde
von dem Cartoonisten
Haddon Sundblom
aufgegriffen,
der 1931 für
die Coca-Cola
Company im
Rahmen einer
Werbekampagne
den Weihnachtsmann
zeichnete.
Diese Werbung
war so erfolgreich,
dass vielfach
fälschlicherweise
behauptet
wird, Coca-Cola
hätte
den modernen
Weihnachtsmann
erfunden (siehe
auch Hintergrund-Artikel
in
DIE
ZEIT)
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