Akupunktur - Konzept

 
Akupunktur - Therapie mit Nadeln    

Akupunktur - Konzept


Das chinesische Wort für Akupunktur besteht aus zwei Teilworten, die die Hauptanwendung der Akupunktur beschreiben, nämlich

dem Einstechen der Nadel in die Akupunkturpunkte und
dem Erwärmen (Moxibustion) der Punkte.

Die meisten der über 700 Akupunkturpunkte sind entlang der Meridiane angeordnet. Es gibt zwölf Hauptmeridiane, die jeweils spiegelverkehrt auf beiden Körperseiten paarig angelegt sind, 8 Extrameridiane und eine Reihe von so genannten Extrapunkten. Nach Meinung der Anhänger der Traditionellen Chinesischen Medizin wird durch das Einstechen der Nadeln der Fluss des Qi beeinflusst.

Die Akupunktur gehört zu den Umsteuerungs- und Regulationstherapien.

Noch älter als die Akupunktur ist die Akupressur. Hier werden die Punkte mit Hilfe der Fingerkuppen massiert.

Das Konzept der Ohrakupunktur (Auriculo-Therapie) wurde vom französischen Arzt Paul Nogier gefunden. 1954 berichtete er erstmals in der "Deutschen Zeitschrift für Akupunktur" über seine Erfahrungen und 1961 stellte er seine Diagnose- und Therapieform auf einem Akupunkturkongress in Deutschland vor. Die Behandlung über das Ohr ist zwar auch aus der chinesischen Akupunktur bekannt, es werden dort jedoch nur wenige Punkte - und diese auch nur selten - verwendet.

Daneben besteht noch das Konzept der koreanischen Handakupunktur, bei der die Meridiane komplett auf den Händen abgebildet sind, sowie das der Schädelakupunktur mit Abbildung der Meridiane auf den Schädel.

Körpereigene Reizmethoden sind auch in anderen Kulturen bekannt. Bei den Arabern das Skarifizieren der Haut zum Beispiel bei Hexenschuss und bei den Bantu die Perforation der Ohrläppchen. Den Tätowierungen bei der Gletscherleiche Ötzi werden eine therapeutische Funktion zugeschrieben.


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