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Dies und Das
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Mythen und
Moderne
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ländlichen Gemeinschaften kann man Aberglauben
nicht nur sehen, sondern auch riechen. In fast jedem
Dorf in Hong Kong
wird man einen verehrungswürdigen alten Baum finden,
der mit roten Streifen behängt ist und in dem Räucherstäbchen
stecken.
Oft sind es Banyan-Bäume, eine Baumart, der magische
Kräfte nachgesagt werden: In ihnen wohnt ein Geist
und den Baum zu fällen, bedeutet Tod.

Die
Verehrung von Tieren zeigt sich besonders bei den chinesischen
Tierkreiszeichen: Ein Zwölf-Jahres-Zyklus, in dem
die Jahre nach elf echten Tieren und dem Drachen benannt
werden. Jedes Zeichen soll ganz besondere Attribute
aufweisen. Konsequenterweise bedeuten Geburt oder Heirat
in einem bestimmten Jahr Glück oder Pech. Mütter
versuchen noch heute, Ereignisse zu beschleunigen oder
hinauszuzögern, damit Pech vermieden wird.
Sogar
verschiedenen Früchten wird magische Kraft nachgesagt.
Pfirsiche bringen Glück, dessen Nektar gilt als
Lebenselixier. Die Siegel von taoistischen Amuletts
werden aus Pfirsichkernen gefertigt. Abergläubische
Mütter hängen ihren Babys solche Ketten um,
um böse Geister zu vertreiben. Auch heute noch
sieht man Girlanden voller Ingwer, Knoblauch oder anderer
stark riechender Pflanzen vor Häusertüren
hängen, um kranke Kinder vor dem Bösen zu
schützen.
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H
O N G K O N G
~ Eine aufregende Stadt ~
Kanton
In
der parallel zur Jiefang Road verlaufenden Liurong Road halten
Touristenbusse vor dem buddhistischen Liu Rong Tempel,
einer Gründung des 6. Jh. Zur Anlage gehören schattige
Höfe, einige Tempelhallen und als Hauptattraktion die 57
m hohe, neunstöckige Blumen Pagode aus dem Jahre 1097.

Blumen
Pagode
Der
Name des Tempels, sechs Banyan-Bäume, ist dem
berühmten Dichter Su Dongpo zu verdanken, der Ende des
11. Jh. den Tempel besuchte und vom Anblick der heute längst
verschwundenen Bäume so begeistert war, daß er
eine Kalligraphie anfertigte. Nach Ende der Kulturrevolution
erfuhr der Liu Rong Tempel eine umfassende Renovierung,
seither dient die Anlage als Zentrum des buddhistischen
Glaubens.
Von
dort ist der Weg zum noch älteren Guang Xiao Tempel
in der Hongshu Road nur kurz. Laut Überlieferung wurde
der Tempel im 4. Jh. auf dem Gelände der Residenz der
Könige von Nanyue gegründet. Zu den kostbarsten
Gegenständen der Anlage zählen zwei mehrstöckige
Eisenpagoden mit Buddha-Statuen, die ältesten ihrer Art
in China.

Guang
Xiao Tempel
Auf
der Zhongshan Road, westlich der Renmin Road, kann man eine
Ahnenhalle besichtigen. Durch den Bau einer großzügigen
Anlage um sechs Höfe zwischen 1890 und 1894 trug die
Familie Chen ihren Reichtum zu Schau. Die Säulen,
Balken und Dachfirste sind mit geometrischen und mythologischen
Motiven reich verziert.

Ahnenhalle
der Familie Chen
Auf der Insel Shamian, die ein kleiner Kanal vom südlichen
Teil der Stadt trennt, kommt man der kolonialen Vergangenheit
von Kanton auf die Spur. Shamian war nach den Opiumkriegen
bis zum Zweiten Weltkrieg extraterritoriales Gebiet, in dem
die Gesetze der Briten und Franzosen herrschten. Die Gebäude
aus jener Zeit, welche die breite, von Osten nach Westen verlaufende
Hauptallee der Insel säumen, vermitteln im Vergleich
zu anderen Stadtvierteln mit eleganten Stuckfassaden ein ruhiges,
fast noch wohlhabendes Ambiente.
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