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H
O N G K O N G
~ Eine aufregende Stadt ~
K
O W L O O N
Der
Weg führt Richtung Norden. Rechts über die Middle
Road bietet sich ein Abstecher zu einer historischen Kuriosität
an. Über eine kleine Treppe geht links in die Minden Road,
wo man nach einigen Schritten rechter Hand ein unauffälliges
Tor sieht. Hier führt ein steiler Weg auf die Anhöhe
Blackhead Point. In einer kleinen Gartenanlage steht
der Signal Tower. Der 1884 errichtete, ursprünglich dreistöckige
Turm wurde 1907 an diese Stelle versetzt und 1927 um ein Stockwerk
erhöht. Täglich um Punkt 13 Uhr ließ man eine
hohle Kupferkugel vom Turm zu Boden fallen, damit die im Hafen
ankernden Schiffe ihre Chronometer einstellen konnten. Im Jahre
193 ersetzte ein Radarsignal die herabstürzende Kugel.
Über
die Minden Road und die Mody Road kehrt man zu der Nathan Road
zurück, biegt dort nach rechts und gelangt zum Kowloon
Park, der auf der Höhe von Humphreys Avenue und Haiphong
Road auf der gegenüberliegenden Straßenseite liegt.
In der südöstlichen Ecke der Grünanlage steht
seit 1984 eine mit weißem Marmor verkleidete Moschee,
zu der auch das islamische Zentrum samt Bibliothek und Klinik
gehört.

Zu
den Attraktionen im Kowloon Park zählen eine Voliere, ein
Sculpture Walk, ein chinesischer Garten, ein Seerosen Teich,
Spielplätze und eine Sportanlage mit Hallenbad. Große
Rasenflächen fehlen, der Park bietet jedoch nach dem Lärm
und Gewimmel der Einkaufsstraßen angenehme Erholung.
Der
Stadtteil Yau Ma Tei (Ort, an dem Sesam angebaut wird)
lebt im Gegensatz zum Süden von Kowloon nicht vom Tourismus,
sondern von den täglichen Bedürfnissen der Bevölkerung.
Der Rundgang führt auch zu zwei von westlichen Besuchern
frequentierten Märkten, dem Jademarkt und dem Nachtmarkt
in der Temple Street.
Startpunkt
ist die MTR-Station Yu Ma Tei. Von dort geht man in westlicher
Richtung die Waterloo Road entlang und biegt in die dritte Straße
links, die Shanghai Street ein. Vormittags lohnt sich der Abstecher
300m weiter zum Obstgroßmarkt auf der linken Seite der
Waterloo Road. An der Ecke von der Waterloo Road und Shanghai
Street stehen Dai pai dongs, überdachte Garküchen,
bei denen man zum Frühstück eine Schüssel Reisbrei
(congee), später am Tag ein einfaches Gericht mit Fleisch
und Gemüse bekommt. Meist schmeckt es da wirklich sehr
lecker, echte chinesische Küche.
An
der Public Scuare Street geht es links zu vier vielbesuchten
Tempeln. Auf dem belebten kleine Platz davor treffen sich die
Männer des Viertels für ein Gespräch oder ein
Brettspiel, hier suchen auch Obdachlose eine Ecke zum Schlafen.
Die mittlere Tempelhalle ist Bin Hau gewidmet. Auf deren
Wand 60 Götterfiguren aufgereiht, eine für jedes Jahr
des chinesischen Zyklus. Rechts steht der Tempel von Kwun
Yum, in dem man auch die Schreine von Steingöttern
sieht.

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