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Dies und Das
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Chinesisch - das klingt
ja alles gleich
Jedes
chinesische Schriftzeichen steht für ein Wort.
In der Umgangssprache besitzt das Chinesische etwa 6000
Wörter (rechnet man die Schriftsprache und seltene
literarische Ausdrücke mit ein, kommt man sogar
auf ca. 50 000). Allerdings gibt es nur 415 Silben.
Diese werden in ihrer Aussprache durch 4 verschiedene
Töne unterschieden. Der Ton wird als Akzent über
dem jeweiligen Hauptvokal der Silbe vermerkt, also:

Trotz
dieser Unterscheidung gibt es immer noch viele gleichklingende
Wörter. Ein gutes Beispiel sind die Familiennamen,
die traditionell nur eine Silbe haben und auch nur bestimmte
Zeichen verwenden. Die Möglichkeiten sind hier also
stark eingeschränkt, und so findet man in chinesischen
Telefonbüchern Hunderte von Seiten mit den Namen
Wang, Li oder Song, die unsere Müller, Meier, Schulze
noch bei weitem übertreffen. Um das Problem der gleichklingenden
Worte zu umgehen, hat man in der Umgangssprache (Namen
ausgenommen) häufig zwei oder manchmal auch mehr
Silben zu einem Wort verbunden, z.B. Lü-you = reisen,
wobei sowohl lü als auch you reisen bedeutet. Ein
anderes Beispiel wäre dian-ying= Kino, was sich aus
elektrisch (dian) und Schatten (ying) zusammensetzt. Ein
ganz anderes Problem liegt darin, daß die sich stark
von der Hochsprache unterscheidenden chinesischen Dialekte
in Pinyin nicht oder nur schwerlich dargestellt werden
können.
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H
O N G K O N G
~ Eine aufregende Stadt ~
Macau
Neben
der Ruine thront das gut erhaltene Forte do Monte. Im
Jahre 1622 war die Festung, damals im Besitz der Jesuiten, Schauplatz
einer Schlacht. Holländer belagerten Macau und drohten,
die wenigen Verteidiger des Forts zu überwältigen.
Die Jesuiten aber trafen das Pulvermagazin der Holländer,
die anschließend durch eine zusammengewürfelte Truppe
aus portugiesischen Soldaten, Priestern und afrikanischen Sklaven
in die Flucht geschlagen wurden. Trotz des steilen Aufstiegs
lohnt sich ein Besuch des Forts, da sich von allen Seiten ein
herrliches Panorama bietet.
Über
die Rua de São Tiago de Barra gelangt man zum A-Ma
Tempel. Seeleute aus Fujian, die ein Sturm an diese Küste
trieb, gründeten den Tempel im frühen 16. Jh. zu Ehren
ihrer Schutzgöttin A-Ma.Von der Bezeichnung A-Ma
Gau, Bucht von A-Ma, soll der Name Macau hergeleitet
sein.
Über
die Rua Central gelangt man zurück zur Avenida Almeida
Ribeiro im Stadtzentrum. Der Weg führt vom Lisboa Hotel,
zum historischen Kun lam Tong Tempel, dem wunderschönen
Lou Lim leoc Garten, zwei stimmungsvollen Friedhöfen,
dem Sun Yat sein Gedenkhaus zum Leuchtturm auf dem Guia
Hügel. Vom Platz vor dem Hotel führt die ältere
der beiden Brücken zur Insel Taipa.
Die
Rua Tap Sac verbindet den Friedhof mit dem Garten Lou Lim
leoc, einer Oase der Ruhe in dieser quirligen Stadt. Die
Anlage mit Teichen und Brücken, Bambushainen, Pavillons
und bizarr geformten Steinen ist den Gelehrtengärten in
Suzhou nachempfunden. Im Garten erlebt man die sich gegenseitig
implizierenden Gegensätze des Yin-undYang Gedankens;
Steine, womöglich phantastisch geformt und aufragend, jedoch
gleichzeitig zerklüftet und durchlöchert, hart und
massiv im Gegensatz zu hohlen Grotten oder zum sich anpassenden
Wasser. Die Symbolik der chinesischen Denkweise kommt überall
im Garten zum Vorschein. Die Kiefer steht für Männlichkeit
und Ausdauer, Bambus für Zähigkeit und Anpassungsfähigkeit,
die Weide ist das Symbol des Frühlings aber auch der Wollust,
die Pflaume versinnbildlicht Schönheit und Lieblichkeit,
der Schlamm blühende Lotus Reinheit, die in den kalten
Jahreszeiten gedeihenden Chrysanthemen Härte, die Karpfen
im Teich stehen für langes Leben. Pfirsichzweige schützen
vor Dämonen und Krankheit, Narzissen sind Glücksbringer
zum Neuen Jahr, Päonien bedeuten Reichtum. Die chinesische
Kunst stellt den Garten als Ort für alle Aspekte des Lebens
dar.
Über
die Rua Silva Mendes gelangt man zur Avenida do Coronel Mesquita,
in die man links einbiegt. Nach etwa 300 m sieht man auf der
gegenüberliegenden Straßenseite die große Tempelanlage
Kun lam Tong. Seit dem 13. Jh. steht dort ein buddhistisches
Gebetshaus.
Nach
dem Tempelbesuch bietet sich der kurze Abstecher zum Garten
Montanha Russa am nördlichen Ende der Rua Silva Mendes
an. Im schattigen Park auf einem kleinen Hügel findet man
Bänke und ein Café. Von der Rua Silva Mendes geht
es links in die Avenida do Ouvidor und durch den Flora Garten
zum langgestreckten Gui Hügel. Beim Spaziergang an
den bewaldeten Hängen, einem angenehmen Kontrast zu den
belebten Straßen am Fuße des Hügels, bietet
sich ein herrliches Stadtpanorama.
Auf
dem höchsten Punkt steht eine alte Festung mit einer Kapelle
aus dem 17. Jh. und einem Leuchtturm von 1865 dem ersten an
dieser Küste.
Der
Blick auf den Äußeren Hafen zeigt, wie schnell sich
Macau wirtschaftlich entwickelt. Vom Meer aus wurde ein
größeres Arsenal gewonnen, auf dem Büro- und
Wohntürme, Hotels und neue Fährmittel entstanden.
Über die Estrade de São Francisco kommt man wieder
zum Lisboa Hotel.
Von
der Estrada de Arco führt die Straße Istmo Ferreira
do Amaral zum 1870 errichteten Portas de Creco, dem Nordtor,
und Grenzübergang nach China. Der Triumphbogen wurde nach
dem Abriß des alten Tores errichtet. Als China dem Tourismus
noch weitgehend verschlossen war, pilgerten viele dorthin, um
einen Blick über die Grenze zu wagen.
Der
Kun lam Tong Tempel
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