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Ena portokali
parakalo
...

Portokali

Griechischer Kaffee (cafe eleniko),
der mit dem Satz aufgekocht wird,
bestellt man:

sketo = ungesüßt,
metrio = halbsüß,
gliko = sehr süß.

Das traditionelle Zubereitungsgefäss,
das Briki,
ist eine langes,
schmales Kännchen, welches meist aus Kupfer oder Bronze hergestellt wird, es verfügt über einen langen, dünnen Griff.


Briki
 

Frappé ist geshakter kalter Nescafe.
Ein sehr erfrischendes Getränk mit Eiswürfeln, das man genauso bestellt wie den heißen Nescafé.

 

Nescafé
sketo,
metrio,
gliko
me gala = mit Milch
 


Wer die griechische Küche nicht kennt,
wird sich wohl erst an sie gewöhnen müssen.
Wer sie kennt, kommt immer wieder nach Griechenland.

Lucullus
wurde berühmt mit seinen griechischen Rezepten.

Ungewohnt ist sicher, daß viele Speisen nicht sehr heiß auf den Tisch kommen, weil sie - wie in Griechenland üblich - schon Stunden vorher zubereitet worden sind.
Mancher Magen
reagiert auch unwirsch auf die Großzügigkeit, mit der die Einheimischen Knoblauch und Olivenöl verwenden.
In der Regel gewöhnt man sich jedoch schnell dran, zudem sind beide Produkte äußerst gesund.

Meist gut,
wenn auch
manchmal teuer,
sind die zahlreichen Fischspeisen.

Die griechische Küche ist sehr vielfältig.


gebackene Auberginien

 
Achillion
Griechenland - Land der Götter
Achillion Achillion


Die berühmteste Bewohnerin Korfus war wohl die Kaiserin Elisabeth von Österreich. Vielen sicherlich besser als Sissi bekannt. Der österreichische Konsul Freiherr von Warsberg zeigte Sissi nicht nur alle antiken Stätten der Insel, sondern auch die Villa Braila, eine ehemals venezianische Villa. Elisabeth schmiedete gleich Pläne, wie man die Villa in ein Schloss verwandeln könnte. So entstand das Achillion, benannt nach Achilles, für den die Kaiserin schwärmte.

1907 kaufte Kaiser Wilhelm II. die Villa und verbrachte dann bis 1914 fast jedes Frühjahr auf Korfu. In beiden Weltkriegen diente das Achillion als Lazarett. Früher war hier die staatliche Spielbank untergebracht. Man kann heute ein paar Räume besichtigen, die zu einer Art Museum für Sissi und für Kaiser Wilhelm umfunktioniert wurden. Das schönste ist jedoch der Park und die Aussicht, die man von der obersten Terrasse hat. Viele der Statuen im schönen Park kaufte Sissi während einer Italienreise, darunter Kopien aus den Museen von Neapel und Florenz.

Das Achillion liegt bei Gastouri an der Ostküste. Vom San-Rocco-Platz in Korfustadt fahren Busse mindestens 6mal tgl. zum Achillion und zurück (in der Hauptsaison sicher öfter). Wer den Ausflugsbussen entgehen möchte und mit dem eigenen Fahrzeug zum Achillion fährt, sollte möglichst früh (ab 8.30 Uhr ist geöffnet) da sein, ansonsten gibt es Parkplatzmangel.

Die Festungen - imposante Bollwerke

Ein kurzer Fußmarsch vom Fährhafen am Meer entlang, und das Bollwerk ist schnell erreicht. Man überquert den Meerwasserkanal (Contrafossa), um in den Komplex der Alten Festung zu gelangen. Der Kanal wurde bereits im 16. Jh von den Venezianern ausgehoben und hatte den Zweck, die Festung zu sichern. Die Festungsmauern stammen aus der venezianischen Zeit - an manchen Teilen müssen diese bereits durch Stahlkonstruktionen gestützt werden. Die meisten Bauten innerhalb der Mauern wurden erst später unter britischer Herrschaft errichtet. Die Kirche Agios Georgios z.B. wurde ca.1830 als Garnisonskirche der Engländer gebaut und gleicht eher einem Tempelbau als einer Kirche. Auf dem Vorplatz finden in der Hauptsaison Konzerte und Ton-Licht-Schauen statt. Ein Café hat hier auch seine Pforten geöffnet und bei einem erfrischenden Getränk lässt sich der Blick über die Garitsa-Bucht genießen.
Vorher sollte man allerdings unbedingt den höchsten Punkt der Festung erklimmen, um nicht die schönsten Blicke über die Stadt zu versäumen! Öffnungszeiten: Di-So 8.30-15 Uhr.


Marshall Johann Matthias Reichsgraf von der Schulenburg

Am Eingang zur alten Festung steht sein Denkmal, welches man ihm schon zu Lebzeiten widmete, und das hat seinen Grund: Er war Deutscher im Dienste Venedigs und sollte Korfu vor dem Zugriff der Türken retten. Die Venezianer schickten, als die Lage ernst wurde, die strategische Koryphäe mit 5000 Mann nach Korfu. Im Juli 1716 landeten 65000 Türken auf der Insel. Schulenburg und die Stadtbewohner verschanzten sich in der alten Festung, und versuchten die über Wochen dauernde Belagerung zu überstehen. Eines Tages ließ Schulenburg seine Männer auf die Türken los und nicht nur die kämpften, sondern die ganze Stadtbevölkerung soll sich mit allen erdenklichen Waffen gewehrt haben. Die Türken wichen moralisch besiegt zurück und bereiteten einen neuen Angriff vor. Während dieser Zeit brach ein heftiger Sturm aus und machte den Türken schwer zu schaffen. Als den Belagerern schließlich in der Nacht noch der heilige St. Spiridon erschienen sein soll, verließen sie Korfu in Panik. Sein Denkmal wurde von dem italienischen Bildhauer Corradini geschaffen und am 12.9.1716 aufgestellt. Von den Korfioten wird er auch heute noch mit Respekt behandelt: Bei den jährlichen St.Spiridon Prozessionen hält man vor dem Denkmal und feuert Salutschüsse ab.

St.Spiridon - der Schutzpatron Korfus

Der Schutzpatron Korfus liegt in einem besonderen Raum der Kirche, aufgebahrt in einem Sarg. Nachzulesen ist, dass St.Spiridon etwa um 350 starb und drei Jahrhunderte ungestört ruhte. Die Gebeine brachte man angeblich in den Satteltaschen eines Esels nach Korfu, um den ehemaligen Bischof von Tremithous in Sicherheit vor den Osmanen zu bringen. Von den Korfioten wird der Schutzheilige liebevoll "Spiro" genannt, und auf ihn lassen Sie nichts kommen. Nicht umsonst ist "Spiro" der häufigste Jungenname auf der Insel. Viermal im Jahr wird der Heilige in einem Schrein durch die Straßen Korfus getragen, begleitet von einer großen Prozession (jedes Jahr seit ungefähr 500 Jahren):

° Palmsonntag: Jahrestag der Rettung Korfus vor der Pest im Jahre 1629
° Karsamstag: Die Insel wurde vor einer Hungersnot bewahrt, als einige Schiffe mit Getreide unerwartet im Hafen eintrafen. Dieser Gottesdienst soll bereits seit dem 16. Jh begangen werden.
° 11. August: Zur Erinnerung an das Ende der türkischen Belagerung - auch hier soll der Heilige erheblich dazu beigetragen haben.
° erster November-Sonntag: zur Erinnerung an die Errettung vor einer Cholera-
Epidemie.

Die Esplanada


Gegenüber der alten Festung liegt die Esplanada ( Spianada = italienisch). Eine Erholungspause in einem der zahlreichen Cafés bietet sich an. Hier genießt man die Ruhepause im Schatten der Bäume. Ursprünglich wurde die Esplanada als Exerzierplatz genutzt, heute dient sie als Park, sowie als große Kricketwiese die vor den Liston-Cafés endet.

Die Schönheit der Esplanada ist den Franzosen zu verdanken, welche von 1807 bis 1814 nicht nur für die Bepflanzung sorgten, sondern auch den "Liston" entstehen ließen. Die Arkaden-Galerie mit den Cafés wurde vom Architekten der Rue Rivoli in Paris erbaut. Die Ähnlichkeit mit diesem berühmten Straßenzug an der Seine erklärt auch, warum Korfustadt gelegentlich auch "klein Paris" genannt wird.

 

Contrafossa

 


 


Landkarte

 

 

 

Kafenion
Das Kafeníon ist zentraler Treffpunkt,
eindeutig eine Domäne der Männer und besonders
bei der älteren Generation sehr beliebt.

Hier wird vorwiegend Karten oder Tavli (griechisches Brettspiel, vergleichbar mit unserem Backgammon) gespielt, diskutiert und vor allem politisiert.

Auch sieht man die meisten Männer mit ihren Kombolois spielen.

Hier werden Neuigkeiten ausgetauscht und über Gott und
die Welt gelästert.
Tagesthema heute: Europa - "Als wir damals den Parthenon bauten, da haben die übrigen Europäer noch
in Höhlen
gewohnt und
sich von
Eicheln
ernährt ..."






Komboloi





Außer den verschiedenen Arten des Kaffees bekommt man im Kafenion auch noch Ouzo zu trinken.

Dabei handelt es sich um den bekannten griechischen Anisschnaps, den man entweder pur oder mit Wasser trinkt.

Im Kafenion gibt es zu den Schnäpsen meistens kleine Schälchen mit Nüssen,
Pistazien, Kürbiskernen
oder
Kichererbsen; manchmal auch Mezedes,
kleine Häppchen
mit Gurken, Tomaten, Schafskäse
und Oliven.

 

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dbm - 2000