Der Palast "St. Michael und St. George"
Am
nördlichen Ende der Esplanada steht der königliche
Palast "Ajion Michail ke Georgios". Das neoklassizistische
Gebäude wurde von Oberst George Whitmore in den Jahren
1819 - 1823 als Residenz von Lord High Commissioner und als
Versammlungsort des ionischen Senats erbaut. Das Bauwerk ist
insofern einzigartig, als es das einzige Gebäude im Mittelmeerraum
im Stil der Epoche von King George ist. Als Sommerpalast der
griechischen Königsfamilie diente das Gebäude zwischen
1846 und 1913. Vor dem Palast ist die Statue von Sir Frederic
Adam zu sehen, welcher die Wasserversorgung Korfus plante.
Heute sind das Museum asiatischer Kunst, das historische Archiv
und die Stadtbibliothek hier untergebracht. Im Ostflügel
des Palastes befindet sich die städtische Kunstgalerie.
Durch den kleinen Park hindurch (dort finden im "Art-Café"
auch Wechselausstellungen statt) trifft man auf den schönen
Eingangsbereich. Ausgestellt sind hauptsächlich Werke
korfiotischer Maler des 19./20. Jahrhunderts.
Öffnungszeiten
Palast: Di-So 8.30-14.30 Uhr
Öffnungszeiten Galerie: Di-So 9-21 Uhr
Die Altstadt gleicht einem Laden Labyrinth
Das
Zentrum der Altstadt liegt zwischen der St.Spiridon-Straße
und Esplanada. Von dieser Einkaufsmeile (Boutiquen einiger
ital. Schuhdesigner, Filialen großer Banken und die
teuersten Juweliere) führen kleine Gassen in eine menschenvolle
City. Es braucht eine Weile, bis man sich hier zurechtfindet
und auf diverse Orientierungshilfen verzichten kann.
Auf
einem kleinen Altstadt-Platz an der "Platia Kremasti"
steht ein schöner Brunnen der 1669 von einem Edelmann
zum Wohle der Allgemeinheit gespendet wurde. Der Brunnen bildet
das Zentrum des Platzes an dem die gleichnamige Kirche aus
dem 16. Jh liegt.
Der Markt
Der
Markt in der Nähe der neuen Festung (täglich außer
Sonntag) ist immer einen Besuch wert. An jedem Stand werden
die Waren "lautstark" angepriesen. Obst, Gemüse,
frischer Fisch und allerlei mehr wird von den Korfioten kritisch
begutachtet und auch probiert. Man hat den Eindruck, von den
Leuten wird nichts gekauft, was nicht vorher eingehend auf
Frische und Geschmack untersucht wurde. Liebhaber südländischer
Märkte sollten unbedingt über den Markt schlendern,
um die "geschäftige Atmosphäre" zu genießen.
Wenn man dann die Gelegenheit nützt, für das nächste
Essen das frischeste Obst und Gemüse zu kaufen, umso
besser.
Das archäologische Museum / Grabmal des Menekrates
Wer
sich für die Funde der Ausgrabungsstätten Korfus
interessiert, sollte den Besuch im archäologischen Museum
nicht versäumen. Zu Fuß lauft ihr am besten von
der alten Festung Richtung Süden (immer am Meer entlang)
- nach dem "Corfu Palace Hotel" geht es rechts ab.
Die Öffnungszeiten sind Dienstag bis Samstag 9.30-14.30
Uhr / Sonntag 8-12.30 Uhr (Montag ist geschlossen). Einige
Exponate dürfen nicht fotografiert werden (an den Ausstellungsstücken
sind Hinweisschilder angebracht). Ausgestellt sind u.a. Grabmonumente,
prähistorische Funde und eine interessante Münzsammlung
- hauptsächlich Ausgrabungsfunde des antiken Kerkira
und der anderen bedeutenden Ausgrabungsstätten der Insel.
Im
Innenhof einer ehemaligen Polizeistation - wenige 100 m südwestlich
des Museums - trifft man auf das Grabmal des Menekrates. Menekrates
kam bei einem Schiffbruch ums Leben, nachdem er sich besondere
Verdienste um Kerkyra erworben hatte. Ob dieser Verdienste
wurde ihm um 600 v.Chr. das Denkmal errichtet.
Die
Kirche des Jason und Sosipatres
Eine
der wenigen auf den ionischen Inseln erhaltenen byzantinischen
Kirchen ist am Südzipfel der Bucht Anemomylos - etwas
abseits von der Hauptdurchgangsstraße nach Kanoni -
zu finden. Sie wurde vermutlich um das Jahr 1000 erbaut. Benannt
wurde die Kirche nach Jason und Sosipater, die Schüler
des Apostel Paulus gewesen sein sollen. Die Kirche ist täglich
geöffnet von 8.30-14 Uhr und von 18-21.30 Uhr.
Kanoni - das Postkartenmotiv
Wenn
man in Korfustadt ist, sollte man einen Trip nach Kanoni einplanen.
Die Spitze dieser Halbinsel ist zweifellos der beliebteste
Aussichtspunkt der Insel. Zu bestimmten Tageszeiten drängen
sich die Busse vor den Aussichtscafés zum obligatorischen
"Fotostop" der Touristen. Um die Aussicht wirklich
genießen zu können, sollte man einen Besuch am
frühen Morgen oder am späten Nachmittag einplanen
- vielleicht habt ihr dann das Glück, den größten
Touristenscharen zu entgehen.

