Die
Drei Städte

Als
Einheit unter dem Namen "Drei Städte" sind die Orte um
den Hafen unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt; am meisten verbreitet
sind jedoch die Namen Birgu, Bormla und Senglea. Die Drei Städte
können mit Recht behaupten, Wiege der maltesischen Geschichte zu
sein. Sowohl Vittoriosa und Senglea, wie auch Cospicua am Ende der kleinen
Bucht zwischen ihnen, waren allen Völkern, die je auf den Inseln
siedelten, Wohnstatt und Bollwerk.
Zuerst
entstand Birgu als kleines Fischerdorf im Schatten einer Burg unbekannten
Alters, die auf der äußeren Spitze der Halbinsel stand. Die
Burg, Castrum Maris oder Castell'a Mare, wird in verschiedenen Urkunden
erwähnt.
Die
Häfen in ihren Buchten werden bereits seit phönizischen Zeiten
genutzt. Die Docks sorgten stets für den Lebensunterhalt der Menschen
hier, machten sie aber auch immer verletzbar, wenn sich die maltesischen
Herrscher mit anderen im Krieg befanden. Als erste Heimstatt der Kreuzritter
des Johanniterordens, sind die Paläste, Kirchen, Forts und Bastionen
der Drei Städte um einiges älter als die Vallettas.
Mit
der Gewährung der Unabhängigkeit und dem darauffolgenden Abbau
des Militärstützpunktes ( eine Bronzetafel erinnert an die
Abschiedsfeier) lösten die Öltanker und Frachtschiffe die
Zerstörer und Kreuzer in den Docks ab. Birgu kann trotz der vielen
Angriffe während des des Krieges dem Besucher immer noch viel bieten,
wie z. B. eine Anzahl von Häusern aus dem 16. Jahrhundert, in welchen
die Ritter nach ihrer Ankunft wohnten, den Inquisitorenpalast, in welchem
ein Völkerkundemuseum untergebracht ist und die wunderbare Kirche
des Heiligen Lorenz.
Für
Unternehmungslustige kann sich ein Spaziergang mit dem Fotoapparat um
die Bastion von Senglea lohnen.
.::
zurück
| ::. vor