Valletta

Als
Großmeister Jean Parisot de la Valette den Grundstein für
die "Humilissima Civitas Vallettae" legte, dachte er sicherlich
nicht an eine Stadt mit eleganten Palästen, da Valletta als Festung
zum Schutz der beiden Häfen auf jeder Seite der felsigen Halbinsel
gegründet wurde.
Zuerst
entstanden die Auberges, die Unterkünfte der Ländergruppen,
in welche die Ritter unterteilt waren. Andere Gebäude folgten,
bis die ganze Stadt von imposanten Palästen und Kirchen voll war.
Baugrund
ist immer noch wertvoll in Valletta und keins der alten Gebäude
bleibt ungenutzt: in einer Auberge befindet sich der Sitz des Premierministers,
in einer anderen ein Museum, in einer dritten ist die Hauptpost untergebracht
und weitere zwei werden von Ministerien genutzt.
Ein
paar alte Teile Vallettas wurden aber auch abgerissen; diese Relikte
aus vergangenen Jahrhunderten waren zwar idyllisch und malerisch, gleichzeitig
aber auch elend und ungesund. Die Neubauten wurden jedoch geschmackvoll
gestaltet und harmonieren mit den älteren Häusern in Valletta.
Für
diejenigen, die sich für Militärgeschichte interessieren,
gibt es im Kriegsmuseum im Fort St. Elmo eine exakte Kopie des unterirdischen
Kriegsraumes im Lascaris-Graben.
Valletta
kann sich dreier Pfarrkirchen und einer Reihe anderer Kirchen rühmen,
aber der ganz Stolz gilt doch der Kathedrale des Heiligen Johannes,
St. John's Co-Cthedral. Das schlichte Äußere steht im krassen
Gegensatz zu dem reichen Innenraum. Kein Fleck blieb unverziert, die
Wände sind behauen und vergoldet, und das bemalte Gewölbe
stellt ein Meisterwerk Matthia Pretis dar. Vierhundert Marmorplatten
sind in den Fußboden eingelassen; auf den Platten prangen die
Wappen der bedeutendsten Ordensmittglieder.
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